Georg Woodcook "Leo Tolstoi - Ein gewaltfreier Anarchist"

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Georg Woodcook "Leo Tolstoi - Ein gewaltfreier Anarchist"

von: Georg Woodcook

Erstveröffentlichung: 1987

Format: A5

Seitenzahl: 24

Grammatur Umschlag: 80 g/m²
Grammatur Inhalt: 80g/m²

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Der vorliegende Aufsatz ist eine Übersetzung aus Woodcocks Werk " Anarchism. A History of Libertarian Ideas and Movements".
Es geht hierbei weniger um eine Biographie Tolstois, sondern vielmehr darum, die Parallelen zum Anarchismus in der Gedankenwelt Tolstois aufzuzeigen. Woodcock geht dabei auf die Kontakte und Beziehungen die Tolstoi zu namhaften Anarchisten wie Proudhon, Kropotkin und Bakunin hatte ein.
In den bekannten Werken Tolstois, die wie z.B. "Krieg und Frieden"(die zur Weltliteratur gehören) gibt es mehrere inhaltliche Leitmotive die mit libertären Motiven übereinstimmen. [Der Titel "Krieg und Frieden" ist übrigens von einem Aufsatz von Proudhon geklaut...]. Tolstoi zieht seine Ablehnung von Staat und Eigentum aus seiner Interpretation der "Bergpredigt", deshalb ist er als "christlicher" Anarchist zu sehen. Sein Christentum basiert jedoch auf einer Form der Vernunft.
Auch die Bewegungen die Tolstoi in seiner [anti-]politisch aktiven Zeit maßgeblich mitbeeinflusste geht der Autor ein, die bekannteste darunter dürfte die indische Bewegung gegen die Besatzer sein (Ghandi war Anhänger Tolstois). Aber auch sein Modell einer libertären Schule fand viel Anklang.
George Woodcock ist es hier gelungen die anarchistische Seite von Graf Leo Tolstoi aufzuzeigen.