Errico Malatesta - "Individualismus und Kommunismus im Anarchismus" & "Kommunismus und Individualismus"

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Errico Malatesta - "Individualismus und Kommunismus im Anarchismus" & "Kommunismus und Individualismus"

von: Errico Malatesta

Erstveröffentlichung: 1924/1926

Format: A5

Seitenzahl: 16

Grammatur Umschlag: 120 g/m²
Grammatur Inhalt: 80g/m²


Für Wiederverkäufer hier erhältlich:

In diesen beiden kurzen Artikeln, die 1924 und 1926 erschienen schreibt Malatesta über den scheinbaren Gegensatz innerhalb der anarchistischen Bewegung. Die anarchistische Bewegung spaltet(e) sich in zwei Flügel: den individualistischen und den kommunistischen.
Damals trat ein offenere Konflikt zwischen diesen Strömungen zu Tage. Das lag zum einen daran das sich unter den individualistischen "Anarchisten" Einzelpersonen sammelten, die viel mehr bürgerlich waren und das recht des Stärkeren guthießen, während sich ein Teil der kommunistischen Anarchisten mit autoritären Ideen und Organisationen anfreundeten. Beide Richtungen stellten Minoritäten da und mensch kann sie nicht als Anarchisten ansehen. Trotzdem sorgten sie fast für eine Spaltung der anarchistischen Bewegung.
Errico Malatesta stellt dar, warum es eigentlich keinen direkten Gegensatz zwischen Individualismus und Kommunismus geben kann, da Ziel und Weg dahin identisch sind. Der Hauptgegensatz bestehe angeblich in der ökonomischen Frage, wobei sich hier die Lösungsansätze nur verbal unterscheiden.
In ihren Grundsätzen und ihren Gefühlen sind sich nämlich alle Anarchisten ähnlich. Die anarchistische Bewegung sollte nicht durch verschiedene Dogmen bestimmt werden und dadurch sich selbst widersprechen. Einerseits ist es sinnvoll, dass die Gesellschaft einen kommunistischen Aufbau erhält, andererseits ist es sinnvoll auf die individuelle Freiheit zu achten.
Meines Erachtens sind alle anarchistischen Strömungen berechtigt und wichtig, da die Vielfalt der Aktionsmethoden, der Propaganda mit einem gemeinsamen Ziel (eine freie Gesellschaft) die Stärke der anarchistischen Bewegung darstellt. Eine gemeinsame Koordination und Zusammenarbeit aller libertären und anarchistischen Strömungen ist dennoch unerläßlich.