Erich Mühsam - Textsammlung

DruckversionSend by emailPDF-Version
Erich Mühsam - Textsammlung

von: Erich Mühsam

Erstveröffentlichung: 1926/1927

Format: A5

Seitenzahl: 36

Grammatur Umschlag: 120 g/m²
Grammatur Inhalt: 80g/m²

Hier erhältlich:

Für Wiederverkäufer hier erhältlich:

In dieser Textsammlung sind einige Artikel, Aufsätze und Essays von und über Erich Mühsam zusammengetragen.
Folgende Texte sind enthalten:
Wer war Erich Mühsam & Das literarische Werk
Kurze Einführung in Leben und Schaffen von Erich Mühsam.
Die Anarchisten:
In diesem Essay beschäftigt sich Erich Mühsam mit der Vielfältigkeit der anarchistischen Bewegung und warum diese prinzipiell gut und nützlich für sie ist.
Dabei unterscheidet er grob in individualistische und kommunistische Anarchisten. Wobei er richtig darstellt das die Individualisten vielmehr kleinbürgerliche Philosophen sind als soziale Revolutionäre. Dennoch wird ihre Freiheitsliebe der anarchistischen Bewegung nach der Revolution sehr nützlich sein.
Kritisch sieht Mühsam, "daß sie (die Anarchisten) vor jeder marxistischen Initiative scheu und schimpfend zurückweichen".
Symbolik und Vokabular der proletarischen Bewegung soll nicht einfach so der kommunistischen Partei überlassen werden. Wobei mensch sich fragen kann was der positive Nutzen an einer anarchistischen Definition der "Diktatur des Proletariats" liegen soll (wie hier von Mühsam gegeben)?
Den anarchistischen Syndikalismus erwähnt Mühsam leider nur kurz.
Alle Macht den Räten
Hier stellt Mühsam kurz seine Vorstellungen von einer anarchistischen Räte-Republik dar. (Mehr Infos siehe Review zu Erich Mühsam – Alle macht den Räten von La Banda Vaga).
Appell an den Geist
Ein philosophischer Text über die Entstehung und Problematik der Gesellschaft und insbesondere über die Funktion der Kunst und des Geistes in ihr. Mühsam verdeutlicht hier seinen Kunstverständniss, das recht viel mit dem heutigen d.i.y. Gedanken zu tun hat.
Betrachtungen über den Staat
Kurze Schmähschrift über den Staat
Bismarxismus
In diesem Aufsatz stellt Mühsam die gemeinsamen Wurzeln der Politik Bismarcks und der Politik von Marx her. Er stellt dar das beide auf dem Autoritätsglauben beruhende Lehren sind. Durch ihr Marx-Hörigkeit, ihre Philisterhaftigkeit und ihren Zentralismusglauben unterschied sich die deutsche Arbeiterbewegung von ihren Grundsätzen her nicht zu der Politik Bismarcks und war somit von vornherein zum scheitern verurteilt.
Dem gegenüber stellt Mühsam seine grundlegenden Ansichten über Freiheit, Gleichheit und Revolution.
Staatsverneinung
Über die Ursprünge des Staates und die Unmöglichkeit der Freiheit und Gleichheit solange ein Staat, bzw. eine Obrigkeit existiert.
Am Beispiel der russischen Revolution zeigt Erich auf wie der Glaube an die Notwendigkeit des Staates schlussendlich zum Niedergang der Revolution führte.
"Wo Staat ist, kann keine Freiheit sein und keine werden." (S.34)